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Freebook vs Kaufschnitt

Gepostet am Mrz 19, 2017 | 6 Kommentare

 

 

Immer wieder mache ich mir Gedanken darüber wie über Freebooks
und auch über Kaufschnitte gedacht wird. 

Viele wollen, wenn sie anfangen zu nähen, erstmal noch kein Kaufschnitt kaufen.
Sondern erstmal mit einem Freebook arbeiten. 

Doch was ist der Unterschied?!

 

Was ist ein Freebook:

Ein Schnitt/Datei die du umsonst erhälst. 
Also du bezahlst nichts dafür… bekommst dafür einen Schnitt der nicht getestet wurde.
Der vielleicht einige kleine Fehler beinhaltet. Diese fallen vielleicht nicht so sehr ins Gewicht, und dafür war es auch kostenlos.
Dennoch birgen sie die Gefahr, dass du deinen Stoff verhunzt und vielleicht am Ende die Passform nicht so richtig gut ist.
Das kommt immer auf den Schnitt und dein Projekt selbst an.
In wie weit ist es dir wichtig das am Ende alles perfekt ist.

 

 

Was ist eine Kaufdatei:

Hinter einer Kaufdatei steckt oft eine Menge Arbeit. Sie ist lange entwickelt worden.
Sie wurde getestet von mehreren Näherinnen. Das über Wochen, vielleicht sogar Monate.
Es wurde so lange am Schnitt und der Anleitung gearbeitet bis alles stimmte. 

Es gibt eine Anleitung. Die dir nicht nur erklärt wie du das Teil nähst, nein sie beinhaltet auch kleine Tricks und Kniffe …
das alles bekommst du mit dazu.
Der Schnitthersteller verkauft dir sozusagen sein Wissen, welches du für genau diesen Schnitt brauchst … 

Man lernt immer noch mal etwas dazu … mit jedem Schnitt lernt man neue Tricks.

 

 
Ich selbst habe das nähen mit Kaufdateien gelernt.
Jede neue Anleitung hat mir neuen Input gegeben, einen neuen Weg gezeigt wie man etwas noch besser oder schneller nähen kann.

Ich fand es auch super, verschiedene Schnitte, von unterschiedlichen Schnittherstellern zu nähen.
Denn jeder näht auf seine Weise, z.B. den Ärmel in einen Pullover … und zeigt damit immer neue spannende Wege.
Ich habe dadurch erfahren welche Arten an Anleitung mir eher liegen. Welches Design mich eher anspricht und welche Schreibweise ich sofort verstanden habe und mich entspannt zum Ziel geführt haben und welche mir zu umständlich waren …

Heute kann ich fast alles ohne Anleitung nähen, da ich so viel gelernt habe.
Dennoch setze ich fast immer auf Kaufschnitte. 

Ich finde beide Arten an Datein haben ihre Berechtigung.

 

 

Auch ich biete immer mal wieder Freebooks an. Um etwas zurück zu geben, für meine Follower, für dich, die immer fleißig auf meiner Seite sind.
Aber auch, weil ich in einige Sachen nicht so viel Zeit investieren möchte. 

Weil ich den Schnitt für mich erstellt habe, ihn nicht ins kleinste Detail noch ausarbeiten will und meine er funktioniert auch so.
Aber dafür natürlich keinen Preis verlangen möchte. 

Dennoch finde ich sollte man nicht nur mit Freebooks arbeiten, weil man meint den Schnitt gibt es doch auch als Freebook von xyz …
Das Wissen was in den Anleitungen steckt, ist es alle mal Wert den Schnitt zu kaufen. 

 

Das war mein Wort zum Freebook oder doch die Kaufdatei?! 

Wie steht ihr dazu? Näht ihr lieber nach Freebooks oder investiert ihr lieber in Kaufdateien? 

 

Liebste Grüße eure Nine

6 Kommentare

  1. Leider kann das nicht immer so einfach kategorisieren. Es gibt bei Schnabelina z.B. sehr gute mehrfach getestete Freebooks. Genau so wie es leider auch schlecht durchdachte Dateien gibt, für die Geld verlangt wird.

    Ich gebe auf jeden Fall gern Geld für einen Schnitt aus, wenn er denn gut ist. Ich habe da so eine Handvoll Designer bei denen ich gern einkaufe. Neue interessante Schnittersteller nehme ich immer erst ganz genau unter die Lupe. Wenn sie vertrauenswürdig und professionell auf mich wirken, probiere ich dann auch gern mal was neues aus.

    Liebe Grüße!

    • Huhu Katja,

      ja ich stimme dir zu das es *auch* getestete Freebie gibt, dennoch ist es nicht die Regel 🙂
      Sollte es aber bei Kaufebooks sein … was aber keine Garantie gibt das der Schnitt für einen selbst gut ist.

      Darüber könnte man stundenlang quatschen 🙂
      Ich wollte in meinem Post nur mal dazu meine fixen Gedanken kundtun :*

      Liebste Grüße Nine

  2. Hallo!
    Da muss ich Katha recht geben. Es gibt auch ganz viele Freebooks mit sehr guten bebilderten Anleitungen, bei denen man lernen kann.
    Ich finde bei jeder Datei muss man erstmal ein Erst-Stück nähen um zu sehen wie es an einem selber sitzt. Und sich am besten gleich Notizen dazu macht, welche Änderungen besser wären (nehme ich mir jedes Mal vor).
    Als Anfänger habe ich erstmal alles an Gratisschnitten gehortet. Aber jetzt nehme ich auch nicht mehr alles ;o)…. Ich kaufe auch gerne Schnittmuster, weil ich von den tollen Nähbeispielen inspiriert werde.
    Viele Schnittmusterersteller bieten ja auch gerne ein Freebook an, um neue Kunden anzulocken.
    Also hat alles seine Berechtigung.

    Liebe Grüße!
    Franzi

    • Hey Franz, irgendwie ist es falsch rüber gekommen 🙂
      Ich habe nie gesagt das etwas davon doof ist 🙂
      Ich finde jede Art an Schnitten hat seinen Sinn in der Nähwelt <3 und heute zum Beispiel gab es von mir auch wieder ein Freebook 🙂

      liebste Grüße Nine

  3. Hallo !
    Ich kann Deine Einteilung und Erfahrungen zum Freebook und Kaufdatei so gar nicht teilen.
    Es gibt so viele super tolle Freebooks, die auch mehrfach getestet sind. Wobei ich denke, dass es auch auf das Nähprojekt ankommt, ob viel testen überhaupt notwendig ist. Bei Taschen z.B. weniger als bei einer Mütze oder Schürze und bei diesen weniger als bei einer Hose.

    Auf der anderen Seite gibt es soooooo viele schlechte Bezahl-Books – man schaue sich mal bei Makerist um. Als Nähanfänger fällt man hier schnell rein. Man denkt: wenn hier Geld verlangt wird, wird es schon was gutes sein. Aber dies trifft leider nicht immer zu. Hier zweifle ich daran, ob das eine oder andere überhaupt mehrfach getestet wurde. Es sieht schon auf dem Beispielbild manchmal schlecht sitzend aus und es wird versucht den mittelmäßigen Schnitt mit tollen Stoffen zu verstecken oder zeigt nur ein gelungenes Model, bei dem bei genauer Betrachtung Anpassungen vorgenommenen wurden, die im Ebook nicht erwähnt werden.

    Gerade im Bezahlbookbereich versucht doch der eine oder andere ohne jegliche Kenntnisse in der Schnittkonstruktion seine „Eigenentwicklungen“ für 7-8 Euro an den Mann/die Frau zu bringen. Man schaue z.B mal bei Hoodies oder Beanies – wurde hier nicht vielleicht von der einen oder anderen einfach frech abgekupfert? Vielleicht sogar von einem Freebook ?

    Und natürlich: es gibt grottig schlechte Freebooks – aber das sieht man ja dann nach dem Runterladen schnell, kann es löschen, braucht es nicht Nähen und sich nicht ärgern.
    Und es gibt super tolle Bezahlbooks mit Maßtabellen,tollen Bildern, die wirklich die einzelnen Schritte zeigen, verständlicher Erklärung, Beispielbildern.

    Ich selbst nutze beides.
    Nähen gelernt habe ich allein mit Freebooks und Youtube-Videos – hier gibt es wirklich tolle Näherinnen, die sich viel Mühe beim Erklären und zeigen geben.
    Erst später war ich dann bereit Geld auszugeben, aber auch nur dann, wenn es kein Freebook gab, was mir zusagte oder wenn mir etwas von Freundinnen sehr empfohlen wurde.
    Besonders im Bereich Kleidung habe ich aber mir auch ein paar Ebooks gekauft und kaufe dann bei den Schnittherstellerinnen, die ich erfolgreich getestet habe, auch gerne wieder.

    Heute mache ich es immer noch so: wenn ich für ein geplantes Projekt ein tolles Freebook finde – hier orientiere ich mich gerne an Erfahrungsberichten und Beispielen in Blocks oder FB-Nähgruppen – kaufe ich keinen Schnitt oder erst dann wenn es nicht gelingt (hab ich aber erst 1-2 mal gehabt).

    Aber nun, wo ich einen kleinen Vorrat an Freebooks und bewährten Bezahlbooks habe, tue ich mich schwer, weiteres Geld auszugeben. Viele Schnitte ähneln sich sehr und mit ein wenig Näherfahrung kann man bewährte Schnittmuster selbst abwandeln.
    Kaufen tue ich daher nur noch, wenn mich etwas wirklich umhaut und etwas ganz neues für mich ist. Zuletzt ein Schnitt für eine Bluse aus Webware – hat trotz 5 Euro Kaufpreis (eigentlich teuerer aber bei einer Aktion erstanden) überhaupt nicht funktioniert. Gerade bei Webwareschnitten teilt sich die Spreu vom Weizen. Mit Jersey funktioniert vieles und Fehler oder Konstruktionsfehler werden verziehen — bei Baumwolle jedoch nicht.
    Glaube ich werde mich mal bei den Zeitschriften umschauen – Burda Octobre – da sitzen auf jeden Fall Leute mit Fachkenntnissen. Vielleicht habe ich da mehr Glück.

    • Hey Sirrka, erstmal wow … danke für diesen ausführlichen Text 🙂
      Anscheinend habe ich mich nicht ordentlich ausgedrückt, der Post sollte keinesfalls gegen Freebooks gehen … nur erklären warum sie wohl *FREE* sind … so jedenfalls meine Erfahrung.
      Ich habe es leider oft gehabt das ich mit den Freebooks unzufrieden war, was aber nicht heisst das ich Freebooks verteufelt 🙂 Ich erstelle ja selbst welche 🙂 Wäre ja doof wenn ich sage, das die nichts Wert sind 🙂

      Und ja auch bei Kaufebooks habe ich schon oft daneben gegriffen, weil sie einfach oft extrem weit und nicht sitzend sind …
      Mittlerweile habe ich so meine Basic-Lieblingsschnitte und Wandel sie nur noch ab, dann weiss ich was passt und was nicht …

      Und ja, die neuen Schnittmuster sind irgendwie nicht mehr so individuell … ich denke aber da kommt bestimmt noch mal wieder was…
      Und Abkupfern würde ich so nicht sagen, die Mode verändert sich und kommt immer wieder … jemand mag von dem einen sich lieber etwas erklären lassen und jemand anderes versteht das vielleicht gar nicht…
      Und wenn man mal schaut gibt es bei H&M einen *ähnlichen* Schnitt wie auch bei C&A oder Zara und trotzdem kauft man selbst nicht in allen drei Läden 😉
      Ich finde schon das (fast) alles und jeder seine Berechtigung hat 🙂

      Um noch auf die Burda Schnitte zu kommen ! Ja die sitzen ! Bei mir zumindest wie eine eins – dafür ist die Anleitung spärlich und für ein Nähanfänger nicht verständlich 😉
      Dafür sieht es am Ende wie gekauft aus <3

      Liebste Grüße Nine

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