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Verlieren ist blöd…..

Gepostet am Jul 2, 2015 | 20 Kommentare

 

 

….. ja verlieren ist blöd.
Verlieren muss man lernen.

 

 

„DU HAST VERLOREN!“
Ein Gedanke, der häufig traurig macht.
Zuerst guckt man wer die glückliche Gewinnerin ist und was sie besser gemacht hat
als man selbst. Dann werden die Fehler gesucht.
Es kann sogar soweit gehen, dass dann gegen die Gewinnerin gehetzt wird.

Vor allem in der Nähszene beobachtet ich das momentan, da wird immer auf *Friede, Freude, wie haben uns alle Lieb – Eierkuchen* gemacht.

 

Dabei ist es einfach nicht so.
Die Nähwelt besteht hauptsächlich aus Frauen. Vielen Frauen die meinen etwas zu können. Etwas besser als alle anderen.
Das kann vielleicht auch stimmen. Aber es gibt immer jemanden der besser ist und genau da liegt das Problem.

 

Viele Näherinnen, sind zuhause, versorgen die Familie, kochen, putzen, gärtnern, verarzten, kaufen ein, organisieren das gesamte Familienleben.
Dafür kommt aber niemand und klopft ihnen auf die Schulter. //So erging es mir zwei Jahre
Also wird etwas mit viel Liebe genäht. Mit viel Arbeit und oftmals auch mit viel Geld.//ich habe angefangen zu fotografieren
Dafür gibt es am Ende eine menge Lob von allen Seiten und das tut sooooo gut.

Nur was ist wenn dann jemand anderes kommt und mehr Lob – mehr likes – mehr Follower – mehr Aufmerksamkeit bekommt als man selbst?
Zuerst wird sich hingestellt und mit geklatscht und dann wird wieder gesucht.
„Was macht sie besser? Was macht sie anders? Warum ist das so, aha ok, aber das ist ja nicht richtig, die spielt ja unfair … oh das muss ich jetzt mal allen erzählen, aber nicht der betroffenen Person“

 

Frauen sind einfach so … gerne mal zickig … suchen den Fehler bei den anderen um nicht selbst schlechter da zu stehen.

Dies beginnt schon in der Schule und zieht sich weiter durchs ganze Leben, (welchen Status hat man in der Firma, welche Kontinente hat man schon gesehen) … auf dem Spielplatz wird verglichen welches Kind schon was kann, welches erzogen ist, … nur warum machen wir das?

Ja weil verlieren doof ist…

Auch ich hasse es zu verlieren .. ich stehe auch gern ganz vorne in der Schlange und lasse mir die Schulter klopfen … aber so ist nicht das Leben … wir müssen lernen zu verlieren und den Anderen Erfolge zu gönnen.

 

Gönnen, können

meine neue Lebenseinstellung

 

Nur wenn man sich vom Neid und Missgunst mitreißen lässt, hat man nicht mehr das Auge für die schönen Sachen.
Den freien Kopf für neue Ideen, die Zeit um die Werke anderer Näherinnen zu würdigen….

Denn es gibt auch ganz wundervolle Frauen die ich in den letzten zwei Jahren meines Nähens kennengelernt habe <3Einfach wundervolle Frauen, die helfen, sich hinter dir anstellen, damit du weiter vorne stehst … aber sowas erlebt man nur wenn man dafür auch Raum lässt…..

 

Also lasst uns alle lernen zu verlieren und verlieren auch zu akzeptieren!

Nicht weil wir Gutmenschen sind, sondern einfach um mit uns selbst glücklicher zu sein.
Weil wir daraus lernen … an uns wachsen … den Ansporn haben besser zu werden …

Also Mädels, lasst uns

Gönnen können …..

 

 

Delari_goennen

 

 

 

 

 

20 Kommentare

  1. Absolut richtig, jedes Wort. Als ich angefangen habe zu nähen war ich arbeitslos, hing viel daheim, war unzufrieden mit mir selbst, habe zugenommen. Zu dem Zeitpunkt eröffnete ich dann auch meinen Blog und meine „Fanpage“ die seit Ewigkeiten rumdümpelt. Ich fing an zu schauen was xy denn macht um mehr likes zu kriegen, mehr follower zu haben. Irgendwann hat alles keinen Spaß mehr gemacht. Content zu generieren um Content zu generieren klappt einfach nicht. Es bringt einem nicht mehr Leute, es raubt einem selbst den Spaß an der Sache und gleichzeitig wird man nur neidischer auf die Leute, die innerhalb kürzester Zeit mehr als doppelt so viele Follower haben.

    Ich gehe jetzt wieder arbeiten, wiege immer noch viel und habe bei weitem nicht so viel Zeit zum nähen, zum Blogs überwachen etc. … und meine Ziele haben sich verändert. Mir macht es viel mehr Spaß Leuten zu helfen, auch mal unperfekte Bilder in Gruppen zu posten (morgens vor der Arbeit im Aufzugspiegel aufgenommen). Dafür kriege ich zwar nicht so viele Likes wie andere, bin aber selbst damit am glücklichsten und helfe vielleicht anderen zu zeigen, dass eben nicht alles im Leben ein Hochglanzmagazin ist 😉

    Und wenn dann jemand daher kommt und mehr likes kriegt, dann ist das schön für ihn. Aber ich glaube das kann man nur von Herzen denken, wenn man mit sich selbst im reinen ist.

    • Wundervoller kommentar <3
      Man merkt das du mit dir selbst im reinen bist <3

  2. Liebe Sabine,
    ja. Den Fehler bei anderen suchen ist leider direkt nach zu viel und zu schneller Selbstkritik einer der beliebtesten Fehler und Zeitvertreibe, den wir Frauen so haben. Dabei vergeudet man dabei so viel, angefangen bei Zeit und endend bei Kreativität und guter Laune.

    In dem Sinne hoffe ich, dass viel mehr auch mal gönnen können.

    Liebe Grüße
    Andrea

    • und wenn ich jetzt noch drauf komme, warum ich dich gerade Sabine nenne…. das hat mein Hirn vermutlich bei „Nine“ sofort ergänzt 🙂
      Sorry

  3. Liebe Nine,
    das hast du schön zusammengefasst. Ich habe teilweise leider auch den Eindruck, dass manche nur um des Ruhms wegen bloggen. Das mir das zu stressig werden würde, wusste ich allerding schon vorher. Ich bin froh meine Ziele anders gesetzt zu haben und freue mich überjeden Leser, der trotzdem bei mirlandet und vielleicht bleibt.
    Qualitativ hochwertige Bilder und Beiträge finde ich trotzdem wichtig – für mich. Natürlich auch weil ich das bei Blogs die ich lese – wie deinen 😉 – einfach sehr schätze. Aber Leser und Likes zu generieren indem ich versuche auf teufel komm raus bekanter zu werden… wozu?

    Der Ausspruch „gönnen können“ gefällt mir auch sehr ^-^ Könnte auch gut auf ein Shirt passen..und ist auf andere Lebensbereiche ebenso übertragbar. =)
    Liebe Grüße,
    Melly

    • Oh ja ein Blog füllt aus … und der eigene Ansporn auch .. dafür ist um sich schauen auch richtig gut .. um an sich zu wachsen … aber wenn man sich von anderen unter druck gesetzt fühlt und deshalb das *gute* der anderen *schlecht* redet hört es halt auf 🙂

      Das hast du sehr schön geschrieben

  4. Gönnen können find ich super! Da sollten wir alle dran arbeiten, denn der kleine Neidhammel lebt in uns allen. Nur hausen lassen sollten wir ihn nicht!

    Danke für die Worte

    LG Sabrina

  5. Danke für deinen Beitrag, du sprichst mir aus der Seele. Neid u. mangelnde Toleranz sind die Ursachen. Es ist unsere Zeit, die uns hat so werden lassen.
    Wir müssen es unseren Kindern anders vorleben, damit es nicht noch schlimmer wird. Jeder Kinder Geburtstag muss besser sein als der vorige. Selbst die Unterwäsche wird in den Umkleidekabinen der Grundschule schon mit Kritik von Mitschülern missachte ( mobbing) ect….
    Die Idee mit dem Druck GÖNNEN KÖNNEN finde ich gut. Werde mir das auf meine todoListe notieren
    Liebe Grüsse
    Elke Metz

    • Ja, genau, wir müssen uns bessern, damit wir unseren Kindern das bessere vorleben … <3

  6. Wunderbar geschrieben <3 Und absolut recht hast du, wir sollten definitiv mehr helfen, dann kommt das auch zurück – wie hat Mama so schön gesagt? Du erntest was du säst 😉

    Endlich mal jemand der das ausspricht – super!

    Liebe Grüsse
    Carina

  7. Hallo Nine,

    Das hast du ganz wundervoll auf den Punkt gebracht. Ich muss sagen, ich habe noch nie in meinem Leben mit soviel Neid und Missgunst zu tun gehabt, wie in den 3 Jahren in denen ich Nähe (und ich komme aus einem Frauenberuf..) es ist einfach total schade, wenn man sich selbst nicht genug ist, und immer nur bei den anderen schaut, vergleicht und niedermacht.. Denn das ist es ja meistens: „ich kann garnicht verstehen, warum bei der soviele kaufen“ – scheinbar kann man es ja selbst viel besser. Ich für meinen Teil freue mich, an dem was ich erschaffen habe, über die Freude derer die bei mir kaufen oder beschenkt werden und über nette Leute, mit denen ich mich austauschen kann.

    LG Nadine

  8. Alles begann mit diesen Staffel-Spielen und es zog sich durch die ganze Grundschulzeit. Und ich weiß noch genau, dass mich keiner in seiner Gruppe haben wollte, weil ich nicht am Seil hochklettern konnte. Ein beklemmendes Gefühl, dass du übrig bleibst, dass dich keiner haben will. Ein Gefühl, dass mich auch heute als Mutter noch oft begleitet. Wer anders ist, nicht so selbstbewußt auftritt, nicht mainstream ist, ist oft Verlierer und man gewöhnt sich daran, auf dieser anderen Seite zu stehen. Man übernimmt eine entsprechende Körperhaltung und wird vom Gegenüber schon als Verlierer wahr genommen. Vom Verlierer wird erwartet, dass er sich entsprechend verhält, Gewinner werden im Übrigen selten für ihr Verhalten gerügt.

    Gönnen können? Ich unterstreiche jedes Wort von dir! Dennoch macht es mich manchmal stutzig, warum immer die gleichen gewinnen oder ausgesucht werden als Probenäherinnen. Oft liegt es nicht nur am Können, sondern man kennt sich. Newcomer haben dann oft schlechte Chancen. Sicherlich nicht nur in der Welt des Nähens, sondern überall, wo Menschen aufeinander treffen … es menschelt halt!

    Liebe Grüße, Sonja

    • Ich war früher auch sehr schlecht in der Schule beim Sport und auch im Zwischenmenschlichen. Mich wollte auch niemand in seiner Gruppe haben .. ja es gab auch Zeiten in denen ich fies gemoppt wurde, aus diesem Grund bin ich irgendwann vor *Bauchschmerzen* nicht mehr in die Schule gegangen, musste die Klasse wieder holen… und auch da ging das Spiel von neuem los….
      Ich war lange und auch immer mal wieder der Aussenseiter … auch Zweifel ich heute noch des öfteren an mir.
      Ich würde behaupten das ich ein großes Selbstbewusstsein habe, das ich laut und frech auftrete, das es mir egal ist was andere von mir denken. Doch auch zwischendurch habe ich die Phasen wo ich an mir Zweifel und wo es mich kränkt wenn jemand schlecht über mich redet.
      Doch würde ich behaupten, je älter ich werde, umso weniger interessiert es mich tatsächlich was andere von mir denken, ich mache das was MICH glücklich macht, und somit kann ich auch anderen ihr Glück gönnen…. das ist aber alles ein Lernprozess…

      Zu dem Gewinnen … schau mal bei dem Bernina Contest vorbei, wer da die Nase vorn hat…. da sind 2-3 Blogger unter den ersten 15 … und ich bin weit abgeschlagen … natürlich bin ich traurig, ich hätte sehr gerne gewonnen, wegen meinem Ego, meiner reingesteckten Arbeit und wegen der Nähmaschine … aber es soll nicht so sein.

      Und natürlich werden *immer* die gleichen fürs Probenähen genommen, aber die gleichen haben ja auch klein Angefangen und Leistung gezeigt 😉
      Ich habe auch vor 1,5 Jahren klein Angefangen, mit Handyfotos Frl. rosarosa meine Werke gezeigt, weil ich Rückfragen hatte und selbst total unsicher war. Und da hat sie mich in ihr Team aufgenommen… dadurch entwickelt man sich, man lernt neue Leute kennen und wenn man dazu dann auch noch Leistung bringt rutscht man auch bei den nächsten ins Team … ich freue mich n Keks das ich bei vielen dabei sein kann… aber hey, ein SM kostet um die 5€ … das kann man sich auch noch selbst leisten, und hat kein Zeitdruck, kein verhunzten Schnitt oder andere Vorgaben 🙂
      Wenn es dein Wunsch ist bei einem Probenähen dabei zu sein, dann gib nicht auf 🙂
      Die Konkurrenz ist halt sehr groß, da muss man Ausdauer und Durchsetzungsvermögen mitbringen um dabei sein zu können.

      Liebe Grüße Nine

  9. hey, ein schöner Post mit viel wahren Worten. Ja dieses gönnen können ist ein schwieriger Lernprozess. Jeder steht gern im Mittelpunkt und erntet gern Beifall für seine Leistungen. Und du hast völlig recht sobald jemand besser wird, dann fragt man sich schon, was habe ich falsch gemacht und irgendwann kommt die Missgunst und der Neid. Und unter Frauen ist es ganz schlimm. Da gelobe ich mir die Vorgehensweise der Männer. Eine Runde prügeln und danach einen heben gehen und dann ist gut. Ich erfreue mich jeden Tag daran, was ich habe, was ich alles schon erreicht habe. Gönne jedem seine Erfolge – und das ist ein tolles Gefühl. Das ist viel entspannter als ständig missgünstig auf andere zu sein. Und dadurch den Blick auf das wesentliche, das schöne zu verlieren. LG Sandra

  10. Hallo Nine, der Post ist wunderbar geschrieben! Gerade bei mir als Neubloggerin merke ich schon, dass man immer mal wieder neidisch ist, weil andere etwas schneller, besser, schöner können, mehr Lob bekommen oder Ähnliches. Man will eben zu den Besten gehören, so, wie es sich halt „gehört“… Ich versuche, selbstsicherer zu sein und meinen Blog zu betreiben, weil ich Spaß daran habe und nicht, weil ich ganz schnell möglichst viele Follower will. Mal sehen, ich versuche auf jeden Fall, das Gönnen können noch besser zu lernen 😉
    Ganz liebe Grüße
    Sandra

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