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Lass mich ein Fashionblogger sein … oder doch nicht

Gepostet am Dez 1, 2016 | 7 Kommentare

RUMS

 

 

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So ein Blog ist viel Arbeit…
Erst recht wenn man in der Nähszene sich etablieren möchte…
Man kauft sich Stoff und muss sich dazu ein Konzept überlegen …
welches Schnittmuster, wie soll das am Ende aussehen …

Wenn man schon länger dabei ist und auch ganz gut ist, bekommt man die manchmal geschenkt …
//geschenkt heißt aber nicht geschenkt … denn man verlinkt danach alle … damit die Schenker auch etwas davon haben.
Eine Win-Win-Situation nennt man das.
Schnittmuster erarbeitet man sich durch Probenähen //dazu hab ich schon mal ein Beitrag geschrieben

Hat man Stoff und Schnittmuster … investiert man Zeit, viel Zeit…
Stoffe waschen, trocknen, überlegen einer Idee … und dann kommt das Umsetzten…
Manchmal hat man Glück und alles läuft wie am Schnürchen … 
Oft ist es aber so das man zig mal trennen muss … etwas ändern weil es nicht gefällt oder passt.

Hat man dann das Kleidungsstück fertig, wird nach Kombinationen im Kleiderschrank gesucht oder einfach noch etwas dazu genäht …
Wieder ein Zeitfresser…

Dann überlegt man sich wo und wie man das gute Stück in Szene setzen möchte …
Hat mit Glück eine/n Freund/in an der Hand der/die weiß wie man die Kamera bedient und damit auch noch gute Fotos zaubert …
//ich hab zum Glück gleich zwei davon … die immer für mich bereit stehen, wenn ich mal wieder sage *hey, hast du Lust mit mir Fotos zu machen* 

Die Fotos wollen hinterher bearbeitet werde, wenn auch nur wenig, aber am Licht und der Farbe muss immer etwas gedreht werden…
Denn die Stoffe sollen ja in der Farbe gezeigt werden die sie am Ende wirklich haben …
Die Bilder müssen aufs Blogformat gebracht werden und ein Header wird erstellt.
Man darf sich etwas einfallen lassen was man dazu schreiben möchte …
Kreative Freiheit die auch manchmal nicht so einfach ist … denn nur
*Ich hab mir aus dem Stoff XYZ den Schnitt ABC genäht … toll oder* 
reicht irgendwie auch nicht, dafür kommt man ja nicht auf dem Blog vorbei.

 

Man ist als Nähblogger auch irgendwie eine Werbeplattform … aber eine unbezahlte
Ich mache diesen Blog weil es mir Spaß macht, zur Inspiration für andere, weil ich mich auch so gern bei anderen inspirieren lasse.
Wenn mir das durch eine Stoffspende oder Schnittspende unterstützt wird, freue ich mich riesig und es ist ja auch eine kleine Ehre,
das man mir soweit Vertraut das man mir die Sachen kostenlos zur Verfügung stellt.

 

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Doch manchmal, wenn ich so an den Kleidungstücken sitze, beim nähen, beim auftrennen und wieder nähen.
Wenn ich mich so richtig Ärgere …
Dann frage ich mich manchmal *warum bist du kein Fashionblogger?*
Die bekommen die fertigen Kleidungsstücke geschickt… 
Diese meist nicht nur kostenlos, sondern mit irgendwelchen Goodies …
Sie machen Fotos mit Freunden und wenn sie schon etwas besser in der Szene sind mit richtig guten Fotografen.
Mittlerweile haben auch die aufstrebenden Fotografen gemerkt, das Fashionblogger gut zum pushen ihrer eigenen Klickzahlen sind.
Dazu bekommen sie //ab einer bestimmten Followerzahl auch die Beiträge die sie schreiben bezahlt. 
Sie werden zu Events eingeladen, bei denen riesige Tafeln aufgebaut werden und jeder noch ein paar Schuhe dazu geschenkt bekommt.
Davor werden sie natürlich von einem Team unterstützt, was die Outfitwahl betrifft und dann dürfen sie sich noch bei M.A.*. oder L*real schminken lassen…
Die Anreise ist bestimmt auch noch von dem Unternehmen bezahlt….
In Urlaub werden sie eingeladen //bestimmt nicht jeden … aber sie haben ja auch was mit ihren Beiträgen verdient, dann kann man sich davon auch einen Urlaub leisten
Natürlich ist alles ein geben und nehmen … wer mehr nimmt und wer mehr gibt, möchte ich nicht in Frage stellen …

Man könnte jetzt meinen, ich sei neidisch.. und gönne den Mädels und Jungs nicht das was sie haben.
Oh doch das tu ich.  //gönnen können
Sie haben dafür auch hart gearbeitet //hoffentlich und nicht irgendwelche Follower gekauft
und tun es auch immer noch … auch wenn ihre Welt für uns nach rosa Wolken aussieht.
Sie arbeiten Selbständig – selbst und ständig …
Es wird alles geplant … und viel Zeit für Freizeit ist dann auch nicht mehr…
Freunde werden versetzt, weil eine Kinopremiere spontan angeboten wird…
Es hat auch seine Schattenseiten… //wie schlimm die nun sind sei da hingestellt *hrhr

Also neidisch bin ich nicht …
Ich gönne es den Jungs und Mädels … wirklich …
Nur manchmal frage ich mich … wieso sind wir in der Nähszene noch nicht so weit?
Warum ist ein Beitrag von mir nicht so viel Wert wie von einem Fashionblogger mit der selben Reichweite?! 
Wird es jemals soweit kommen? 
Nein ich mache diesen Blog nicht um Geld zu verdienen …
aber ich gebe viel Geld für meinen Blog aus …
daher ist es schon schön wenn man mal was verdient und sich so quasi selbstfinanziert.

 

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Ich habe meinen Blog, weil es mir spaß macht … ich nähe weil ich es mega finde Eigenes zu designen … 
Ich liebe es mit meinen selbstgenähten Sachen kleine Projekte entstehen zu lassen.
Wo fotografiere ich,
wie hab ich mir den Bildaufbau vorgestellt …
und das ganze dann mit einer Freundin, so hat man noch einen richtig tollen Tag mit viel Spaß …
//fotografieren dauert auch nicht den ganzen Tag .. max 30 min danach wird n Kaffee getrunken und geschnackt.

 

Doch manchmal Zweifel ich ob ich die richtige Branche für meinen Blog gewählt habe …
Aber ich mache das was mich glücklich macht … und dazu gehört das nähen, das selbst fotografieren, das selbst designen …
Mein Blog …
Mein eigener …
denn er zeigt mich … mal mehr mal weniger perfekt … aber mich …

 

 

 

Stoff:
Fake-fur + Jersey + schwarzer Strick mit Goldfäden
Stoffmarkt

 

Schnitt:
MySimplySummer von Schaumzucker*
Weste eigener ….

Und da wir Donnerstag haben, verlinken ich zu RUMS
Endlich bin ich mal wieder dabei.

*affiliate Link 

7 Kommentare

  1. Ein sehr guter Post!<3 ich denke da ähnlich wie du. Viele Leute unterschätzen den Aufwand, nicht nur das Nähen an sich sondern auch das Ganze drum herum. Und auch wenn es mega Spaß macht, ist es ein Stück weit Arbeit. Für die man nicht bezahlt wird, sondern noch selber ( meistens sehr tief) in die Tasche greifen muss.:D Aber gerade Unikate/Einzelstücke wie deine Weste (btw. die ist der Hammer!), zeigen dass sich die Mühe lohnt!:)

    Liebe Grüße
    Nessa

    • Danke für die lieben Worte zu meinem Post und meine Weste 🙂 <3

  2. Toll geschrieben und du hast so Recht! Es ist schon Wahnsinn was dieses Hobby alles frisst. Aber mit dieser Weste kannst du absolut bei den Fashionbloggern mithalten!

  3. Wenn ich mal so durch den Klamotten Schweden Streife oder bei zalando stöbere, stelle ich mir diese Frage auch immer. Doch am Ende kann ich das selber nähen einfach nicht lassen.
    Erst gestern habe ich eine Weste, die es bei zara im Schaufenster gab, sozusagen kopiert. 😉 einfach weil ich dachte: ach sowas ist doch schnell genäht.
    Ob ich lieber fashionblogger wäre? Gute Frage. Wenn mal wieder ein Projekt in der Tonne landet, weil es nach meinen Experimenten nicht tragbar ist, dann schon

    Ach, geile Weste
    Gruß Kira

  4. Hallo deine Weste gefällt mir wirklich sehr gut.
    Zu deinen Gedanken: Fashionblogger, das ist ja kein Hobby mehr, das ist Business. Du betreibst das Nähen und Bloggen als Hobby, nehme ich an. Du hast es dir gesucht, weil es dir Spass macht. Es gibt auch unzählige andere Hobbies in die die Menschen jede Menge Zeit und Geld investieren, je nachdem wie intensiv es betrieben wird. Aufmerksamkeit erhält man damit oft auch nur in der entsprechenden Szene. Fashion ist dagegen ein Thema, was viele interessiert, auch wenn sich das Nähen als Hobby in den letzten Jahren stark verbreitet hat und das Thema Mode natürlich beinhaltet. Von daher finde ich deinen Zeit- und Kostenaufwand jetzt nicht so ungewöhnlich. Man kann den Aufwand ja so groß oder klein halten, wie man es möchte, oder wie es gerade ins Leben passt. Meinen Blog betreibe ich nicht intensiv, habe entsprechend selten auch mal einen Kommentar zu lesen :D, aber das ist OK, mehr Zeit mag ich im Moment nicht investieren.
    lG Claudia

  5. Hach, der ist mega! Sieht klasse aus. Vielen Dank für die Inspiration. Ich werde mich gleich heute Abend auch dran versuchen.
    Und übrigens: Ich finde es super, dass du über das Nähen schreibst. Gekaufte Fashion kann (fast) jeder. Ich freue mich immer, wenn ich einen Nähblog entdecke, der das verbindet. Damit meine ich tolle Fotos, die Projekt klasse in Szene gesetzt. Deinen Fotos sieht man das an. Die sehen super aus. Ich weiß ansatzweise, wie viel Arbeit in guten Fotos steckt. Von der Nachbearbeitung mag ich gar nicht reden. Und trotzdem, Spaß macht es doch auch immer oder? Zumindest wenn man das Ergebnis sieht. Klar, zwischendring mag man Photoshop inklusive Nähmaschine aus dem Fenster schmeißen 🙂
    So, und zum Abschluss: Wo zum Kuckuck hast du diese Weste her. Die passt ja wie Faust aufs Auge.
    Ganz liebe Grüße
    Britta

    • Oh ich danke dir erstmal für die vielen und lieben Worte 😀
      Oh ja es steckt viel Arbeit drin, aber es macht spass …
      Und due Weste? Hihi die ist auch selbst genäht 😀

      Daaanke <3

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